Retatrutid: Molekül, Studienstand, Status in Deutschland und Bezug als Forschungsreagenz
Retatrutid (LY3437943, PubChem CID 171390338) ist ein synthetisches Peptid aus 39 Aminosäuren, beschrieben als Agonist der Rezeptoren für GIP, GLP-1 und Glukagon. Stand 21. Oktober 2026 ist es nirgends zugelassen. OXpeptides liefert es als Forschungsreagenz in Fläschchen mit 10, 20, 30 mg, mit Janoshik-Bericht pro Charge. Nur für Forschungszwecke. Nicht für die Anwendung am Menschen oder Tier.
Retatrutid ist ein synthetisches Peptid mit dem Code LY3437943
Retatrutid (international Retatrutide, Entwicklungscode LY3437943) ist ein synthetisches, acyliertes Peptid aus 39 Aminosäuren, das in der Fachliteratur als Agonist dreier Rezeptoren beschrieben wird: GIP, GLP-1 und Glukagon. Entwickelt wird es von Eli Lilly and Company.
Eine Zulassung als Arzneimittel gibt es weder in Deutschland noch in der EU noch in einem anderen Land.
OXpeptides führt Retatrutid als lyophilisiertes Forschungsreagenz in versiegelten Fläschchen mit 10, 20, 30 mg.
Jede Charge wird vor dem Verkauf von Janoshik Analytical analysiert, einem unabhängigen Labor; der Bericht nennt Reinheit, Identität und gemessene Menge.
Die Karte unter der Überschrift zeigt Größen und Preise, aus dem Katalog gelesen.
Diese Seite ist ein Steckbrief der Verbindung: Aufbau, Rezeptoren, Studienstand, Rechtslage und die Form, in der das Peptid an Labore geliefert wird.
Sie enthält keine Anwendungsangaben. Nur für Forschungszwecke. Nicht für die Anwendung am Menschen oder Tier. Retatrutid im Katalog ansehen →
Wie ist das Retatrutid-Molekül aufgebaut?
Das Retatrutid-Molekül besteht aus einer Kette von 39 Aminosäuren, deren Gerüst sich an der Sequenz des Hormons GIP orientiert.
Einige Positionen tragen nicht-proteinogene Bausteine wie Aib (α-Aminoisobuttersäure), die in der Natur in Peptidhormonen nicht vorkommen und die Kette gegen den Abbau durch Peptidasen stabilisieren.
An einen Lysinrest ist über einen Linker eine C20-Fettdisäure gebunden.
Diese Acylierung ist ein bekanntes Bauprinzip der Peptidchemie: Die Fettsäure bindet an Albumin und verlängert so die Verweildauer der Verbindung in Modellsystemen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Internationaler Freiname (INN) | Retatrutide (deutsch: Retatrutid) |
| Entwicklungscode | LY3437943 (Eli Lilly and Company) |
| PubChem CID | 171390338 |
| Summenformel | C221H342N46O68 |
| Molekülmasse | etwa 4 731 g/mol |
| Kettenlänge | 39 Aminosäuren |
| Modifikation | Acylierung mit einer C20-Fettdisäure über einen Linker |
| Stoffklasse | acyliertes Peptid, Mehrfach-Rezeptoragonist |
| Form im Katalog | weißes Lyophilisat im versiegelten Borosilikat-Fläschchen |
Die Identitätsprüfung durch das Labor ist entscheidend: Der Bericht nennt die gefundene Verbindung, sodass ein anderes Peptid sofort auffällt. Wie das im Bericht aussieht, erklärt der Abschnitt zum Laborbericht weiter unten.
Welche drei Rezeptoren adressiert Retatrutid?
Retatrutid wird in der Literatur als Agonist von drei Rezeptoren beschrieben, die alle zur Familie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren der Klasse B gehören.
Ihre natürlichen Liganden sind drei Peptidhormone des Verdauungstrakts und der Bauchspeicheldrüse. Daher stammt auch der Spitzname „Triple G“, den man im Handel häufig liest.
| Rezeptor | Natürlicher Ligand | Gebildet in |
|---|---|---|
| GIP-Rezeptor | Glukoseabhängiges insulinotropes Polypeptid (GIP) | K-Zellen des Dünndarms |
| GLP-1-Rezeptor | Glucagon-like Peptide 1 (GLP-1) | L-Zellen des Darms |
| Glukagonrezeptor | Glukagon | Alphazellen der Bauchspeicheldrüse |
Frühere Verbindungen dieser Forschungsrichtung sprachen einen Rezeptor (GLP-1) oder zwei (GIP und GLP-1) an.
Retatrutid wurde als Verbindung entworfen, die alle drei in einem Molekül vereint; in Bindungs- und Zellmodellen wurde sein Profil an jedem der drei Rezeptoren charakterisiert.
Was die Namen „Triple G“, „GLP-3“ und „GLP-3 RT“ genau bedeuten und warum keiner davon ein offizieller Name ist, steht auf der Seite Triple G und GLP-3.

Wann kommt Retatrutide auf den Markt, und wer entwickelt Retatrutid?
Retatrutid kommt frühestens nach einer Zulassung als Arzneimittel auf den Markt, und einen Termin dafür gibt es Stand 21. Oktober 2026 nicht. Der Entwickler Eli Lilly and Company hat am 23.
Juli 2026 erste Ergebnisse der Phase-3-Studien TRIUMPH-2 und TRIUMPH-3 bekanntgegeben und angekündigt, den Zulassungsantrag in den USA im ersten Quartal 2027 einzureichen.
Für die EU, wo die EMA zuständig wäre, ist kein Antrag bekannt.
Die ersten präklinischen Daten und die Ergebnisse der Phase 1 erschienen 2022 in der Fachzeitschrift Cell Metabolism unter dem Code LY3437943.
Die Phase-2-Studie wurde 2023 im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Seit 2023 läuft das Phase-3-Programm TRIUMPH mit mehreren Studien, die im öffentlichen Register ClinicalTrials.gov eingetragen sind.
| Phase | Zeitraum | Öffentliche Quelle |
|---|---|---|
| Präklinik und Phase 1 | Veröffentlichung 2022 | Cell Metabolism, Code LY3437943 |
| Phase 2 | Veröffentlichung 2023 | New England Journal of Medicine |
| Phase 3 (TRIUMPH) | seit 2023; erste Ergebnisse von TRIUMPH-2 und TRIUMPH-3 am 23. Juli 2026 gemeldet | ClinicalTrials.gov, Suchbegriff „retatrutide“; Mitteilung von Eli Lilly |
| Zulassung | keine; Antrag in den USA für das erste Quartal 2027 angekündigt | weder EMA noch BfArM noch FDA |
Klinische Studien prüfen ein Präparat des Herstellers unter ärztlicher Aufsicht, mit Protokoll, Ethikvotum und Meldepflichten.
Ihre Ergebnisse gelten für dieses Präparat in diesem Rahmen, nicht für ein Pulver aus dem Handel.
Diese Seite gibt deshalb keine Studienergebnisse wieder; wer sie nachlesen will, findet die Originalarbeiten über die Quellen am Ende.
OXpeptides steht in keiner Verbindung zu Eli Lilly and Company oder den TRIUMPH-Studien. Retatrutide ist eine Prüfsubstanz und in keiner Rechtsordnung für die Anwendung am Menschen zugelassen.
Ist Retatrutid in Deutschland oder in der EU zugelassen?
Retatrutid ist in Deutschland nicht zugelassen, und auch in der übrigen EU gibt es kein zugelassenes Präparat.
Weder die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) noch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat eine Zulassung erteilt.
Es gibt kein Präparat in der Apotheke, kein Rezept, keinen Handelsnamen und keine Erstattung durch eine Krankenkasse.
Eine künftige Zulassung würde in der EU über die EMA laufen und gälte dann auch in Deutschland. Bis dahin ist Retatrutid rechtlich eine Prüfsubstanz. Nach § 2 Abs.
1 des Arzneimittelgesetzes (AMG) ist ein Stoff ein Arzneimittel, wenn er als Mittel gegen Krankheiten des Menschen bestimmt ist oder dargestellt wird oder wenn er dem Menschen verabreicht werden kann, um physiologische Funktionen zu beeinflussen; ein Fertigarzneimittel darf nach § 21 AMG ohne Zulassung nicht in Verkehr gebracht werden.
Ein Forschungslieferant beschreibt deshalb nur das Material: Sequenz, Menge, Reinheit, Charge und Lagerung.
Angebote, die Retatrutid als „Original von Lilly“, mit Handelsnamen oder als Fertigpen verkaufen, beschreiben ein Produkt, das es legal nicht gibt.
Mehr dazu auf der Seite Retatrutide Pen. Die ausführliche Rechtslage für den Kauf steht im Ratgeber Retatrutide kaufen. Diese Seite ist keine Rechtsberatung; ob der Erwerb für Ihre Einrichtung zulässig ist, prüfen Sie selbst.
Retatrutid, Retatrutide, Reta: dieselbe Verbindung unter mehreren Namen
Retatrutid ist die deutsche Schreibweise des internationalen Freinamens Retatrutide; beide bezeichnen dieselbe Verbindung LY3437943.
Im Handel kursieren zusätzlich Kurznamen und Codes: „Reta“, „RT“, „Triple G“, „GLP-3“ oder „GLP-3 RT“. Sie sind entstanden, weil Händler den Wirkstoffnamen auf Plattformen und in Anzeigen vermeiden wollten.
- Reta ist schlicht die Abkürzung. Was beim Kauf eines „Reta Peptids“ zu prüfen ist, steht auf der Seite Reta Peptid kaufen.
- Triple G und GLP-3 spielen auf die drei Rezeptoren an. Keiner dieser Namen ist geschützt oder offiziell.
- RT steht oft in Chargennummern, auch in unseren: PC260705RT10, PC260705RT20, PC260705RT30.
Für die Qualität ist der Name gleichgültig. Ob in einem Fläschchen tatsächlich Retatrutid steckt, belegt nur der Laborbericht der Charge, der die Verbindung identifiziert, nicht das Etikett.
In welcher Form wird Retatrutid an Labore geliefert?
Retatrutid wird als Forschungsreagenz in Form eines Lyophilisats geliefert: ein weißes, gefriergetrocknetes Pulver in einem versiegelten Fläschchen aus Borosilikatglas mit Gummistopfen und Bördelkappe.
Das Etikett nennt den Namen, die Menge in Milligramm und den Hinweis „Nur für Forschungszwecke“. OXpeptides liefert keine Lösungen, keine Pens und kein Zubehör zur Anwendung.
| Größe | Preis | Preis pro mg |
|---|---|---|
| 10 mg | 89,90 € | 8,99 €/mg |
| 20 mg | 159,90 € | 8 €/mg |
| 30 mg | 194,90 € | 6,50 €/mg |
Die Preise werden aus dem Katalog gelesen und sind die, die an der Kasse berechnet werden.
Das Fläschchen mit 30 mg hat den niedrigsten Preis pro Milligramm (6,50 €/mg); bei mehreren Fläschchen derselben Größe sinkt der Preis pro Stück um 15-16 % ab 3 und um 22-23 % ab 5 Fläschchen.
Den Marktvergleich in Euro zeigt die Seite Retatrutide Preis, die große Größe im Detail die Seite Retatrutide 30 mg kaufen.
Woran erkennt man echtes Retatrutid? Am Laborbericht der Charge
Echtes Retatrutid erkennt man nur an einem Laborbericht, der die Charge bestätigt: die identifizierte Verbindung, die Reinheit (HPLC) und die Menge in mg, verifizierbar über Auftragsnummer und Schlüssel auf der Labor-Website.
Bei OXpeptides hat jede Größe ihren eigenen Janoshik-Bericht, alle vom 15. September 2026:
| Größe | Charge | Reinheit (HPLC) | Gemessene Menge | Janoshik-Auftrag |
|---|---|---|---|---|
| 10 mg | PC260705RT10 | 99,316 % | 10,59 mg | #217194 |
| 20 mg | PC260705RT20 | 99,763 % | 21,88 mg | #217014 |
| 30 mg | PC260705RT30 | 99,713 % | 32,09 mg | #217015 |
Jeder Bericht trägt eine Auftragsnummer und einen Prüfschlüssel, mit denen sich das Original auf der Website des Labors öffnen lässt.
Die vollständigen Berichte mit dem Foto des analysierten Fläschchens stehen auf der Seite Analysezertifikate. Wie man einen solchen Bericht Feld für Feld liest und prüft: Retatrutide Janoshik: den Laborbericht lesen.
Wie wird lyophilisiertes Retatrutid gelagert?
Lyophilisiertes Retatrutid wird versiegelt bei −20 °C gelagert, geschützt vor Licht und Feuchtigkeit.
Kurzfristig ist eine Lagerung bei 2 bis 8 °C für höchstens 4 Wochen möglich. Versiegelt und gefriergetrocknet beträgt die Haltbarkeit 18 Monate. Diese Angaben stehen auch auf der Produktseite.
Das Lyophilisat ist die stabilste Form eines Peptids: Ohne Wasser laufen Hydrolyse, Oxidation und Aggregation kaum ab. Feuchtigkeit ist deshalb der wichtigste Feind des Pulvers.
Ein Fläschchen, das aus dem Gefrierfach kommt, sollte vor dem Öffnen Raumtemperatur annehmen, damit sich kein Kondenswasser im Inneren bildet.
Der Transport bei Raumtemperatur über wenige Tage ist für ein versiegeltes Lyophilisat unkritisch.
Wer mehrere Fläschchen auf Vorrat hält, notiert am besten Charge und Eingangsdatum, damit sich jedes Fläschchen später seinem Laborbericht zuordnen lässt.
Die allgemeinen Regeln für gefriergetrocknete Peptide: Lyophilisierte Peptide lagern und Haltbarkeit.
Versand von Retatrutid aus der EU, Zahlung und Rückgabe
OXpeptides versendet Retatrutid aus seinem europäischen Lager in 15 Länder: Frankreich, Monaco, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Deutschland, Österreich, Spanien, Portugal, Italien, Irland, Dänemark, Schweden, Polen, Norwegen.
Die Bestellung wird in 1 bis 2 Werktagen vorbereitet, das Paket ist in 4 bis 6 Tagen von Tür zu Tür zugestellt, mit Sendungsnummer per E-Mail. Innerhalb der EU fällt kein Zoll an.
Retatrutid bei OXpeptides, kurz
Größen 10, 20, 30 mg
Versand aus der EU, 4 bis 6 Tage, Sendungsnummer
Porto 9,90 €, ab 120 € entfällt es
Zahlung Visa, Mastercard, American Express, Apple Pay, Google Pay, in Euro
Rückgabe 30 Tage, Siegel intakt, Erstattung in 10 Werktagen
Die Regeln für Versand und Rückgabe stehen auf den Seiten Versand und Rückgabe und Erstattung. Nur für Forschungszwecke. Nicht für die Anwendung am Menschen oder Tier.
Quellen
- PubChem, Eintrag der Verbindung CID 171390338 (pubchem.ncbi.nlm.nih.gov).
- ClinicalTrials.gov, Studien zu Retatrutide, darunter das Programm TRIUMPH (clinicaltrials.gov).
- Coskun T. et al., LY3437943, a novel triple glucagon, GIP, and GLP-1 receptor agonist (Titel gekürzt), Cell Metabolism, 2022;34(9):1234-1247 (doi.org/10.1016/j.cmet.2022.07.013).
- Eli Lilly and Company, Mitteilung vom 23. Juli 2026 zu TRIUMPH-2 und TRIUMPH-3 (investor.lilly.com).
- Jastreboff A. M. et al., Triple-Hormone-Receptor Agonist Retatrutide, Phase-2-Studie, New England Journal of Medicine, 2023;389(6):514-526 (doi.org/10.1056/NEJMoa2301972).
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (bfarm.de) und Europäische Arzneimittel-Agentur (ema.europa.eu).
- Janoshik-Berichte der Chargen im Verkauf, mit Prüfschlüssel (Seite Analysezertifikate).
FAQ
Was ist Retatrutid?
Ist Retatrutid in Deutschland zugelassen?
Wer stellt Retatrutid her?
Was bedeuten Triple G und GLP-3?
Welche Molekülmasse hat Retatrutid?
Wie wird Retatrutid gelagert?
Gibt es Retatrutid in der Apotheke?
Wo bekommt man Retatrutid als Forschungsreagenz?
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